Archiv für September 2010

Baufinanzierung: Zinsen auf Tief-, Grunderwerbsteuer auf Höchststand

Dienstag, 28. September 2010

(München, 28. September 2010) Seit der Föderalismusreform 2006 dürfen die Bundesländer den Satz der Grunderwerbsteuer selbst festlegen und sind nicht mehr an die vorher üblichen 3,5 Prozent gebunden. Während im Süden der Republik dieser Satz beibehalten wurde, bezahlen seither Berliner und Hamburger 4,5 Prozent. Diesem Beispiel folgte im März auch Sachsen-Anhalt und weitere fünf Bundesländer planen nun Erhöhungen ab 2011. “Mit diesen Verteuerungen setzen die Bundesländer ein völlig falsches Signal”, meint Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und fügt hinzu: “Besonders Familien wird es damit noch schwieriger gemacht, sich ihren Wunsch nach privatem Wohneigentum zu erfüllen und damit vernünftige Altersvorsorge zu betreiben.”

Bei jedem Immobilien- oder Grundstückskauf entstehen so genannte Kaufnebenkosten. Dazu gehören Notarkosten, Grundbuchamt-Gebühren, Grunderwerbsteuer und eventuelle Maklerprovisionen. Während die Notarkosten und Grundbuchamt einheitlich sind, unterscheidet sich die Höhe der Grunderwerbsteuer und der Maklerprovision je nach Bundesland. Spitzenreiter bei Steuersatz und Vermittlungsprovision ist derzeit Berlin mit 4,5 Prozent Grunderwerbsteuer und einer Maklergebühr von bis zu 7,14 Prozent. Deutlich günstiger sind die Kaufnebenkosten im Süden des Landes: Bayern erhebt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent und die ortsübliche Maklerprovision liegt bei 3,57 Prozent inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. So betragen die Kaufnebenkosten für eine 250.000 Euro teure Immobilie in der Region München 21.425 Euro. Die Nebenkosten für eine vergleichbare Immobilie in Berlin hingegen liegen bei 32.850 Euro, das sind rund 50 Prozent mehr als in Bayern.

“Es steht zu befürchten, dass durch die geplanten Erhöhungen der Grunderwerbsteuer die Kaufvorhaben vieler Familien unrealisierbar werden und ihnen damit die Chance genommen wird, nachhaltiges Vermögen aufzubauen”, so Haselsteiner und merkt an: “Und das zu einer Zeit, in der die aktuellen Konditionen für lange Zinsbindungen zu den niedrigsten gehören, die Deutschland historisch je gesehen hat.”

Weitere Informationen

» Nebenkosten beim Bau – Kaufnebenkosten

Baufinanzierung: Es müssen nicht immer die eigenen vier Wände sein

Mittwoch, 22. September 2010

(München, 21. September 2010) Es mag Situationen geben, warum Mieter ihre bisherigen vier Wände nicht aufgeben möchten, wie z.B. einmalig niedrige Mietkosten, eine einzigartige Lage oder besondere Ausstattung der Immobilie. “Die persönliche Bevorzugung eines Mietverhältnisses sollte aber kein Grund sein, nicht über den Erwerb einer Immobilie nachzudenken”, meint Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und fügt hinzu: “Angesichts der historisch tiefen Zinsen und vielerorts attraktiver und stabiler Immobilienpreise bietet es sich an, über eine Vermietung langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben.”

Des einen Freud, des anderen Leid – dieses Sprichwort passt gut zum allgemeinen Zinsniveau, das sich seit Monaten auf Rekordtief bewegt. Während sich also Häuslebauer und Wohnungskäufer über historisch günstige Darlehenskonditionen freuen, gehören die Sparer zu den Verlierern. Denn die Verzinsung für ihre Rücklagen beträgt momentan bei kurzfristiger Anlage selten mehr als zwei Prozent. Diese magere Verzinsung trifft auch viele Mieter, die nicht spekulieren möchten, sondern mittels kontinuierlichen Sparens versuchen für später vorzusorgen.

“Privates Wohneigentum in Deutschland gehört zu den sichersten Anlageformen des Eigenkapitals”, ist Haselsteiner überzeugt und empfiehlt daher: “Auch Mieter sollten sich in der jetzigen Zinssituation überlegen, ob sie nicht die niedrigen Baugeld-Konditionen nutzen wollen, um über den Kauf einer Immobilie einen soliden Vermögensaufbau voran zu treiben.”

Die clevere Anschlussfinanzierung: Das richtige Forward-Darlehen aus dem Anbieter-Dschungel herauspicken

Montag, 13. September 2010

Anschlussfinanzierung(Berlin, 13.09.2010) Bauherren und Immobilienkäufer erfreuen sich derzeit historisch günstiger Zinsen für die Immobilienfinanzierung. Doch auch laufende Finanzierungen können aus der aktuellen Entwicklung am Kapitalmarkt Nutzen ziehen: Sogenannte Forward-Darlehen sichern günstige Konditionen unter bestimmten Voraussetzungen für die Anschlussfinanzierung ab. Hierbei können die Angebote der verschiedenen Darlehensgeber für die jeweilige individuelle Situation durchaus markant differieren.

Vergleich und Information sind Voraussetzung

Bis zu 60 Monate vor dem Ende der Zinsbindungsfrist bei einem bestehenden Immobilienkredit kann sich der Darlehensnehmer am Markt nach einem Forward-Darlehen umschauen. Denn ab diesem Zeitpunkt ist bereits die Festschreibung der aktuellen Zinsen für den Anschlussvertrag möglich. Dies lohnt sich natürlich besonders dann, wenn (wie aktuell) eine Niedrigzinsphase vorherrscht. Wer maximale Kostenreduzierung für sein Restdarlehen erreichen möchte, muss dabei einen Anschlussfinanzierung Vergleich aller Anbieter am Markt durchführen. Hierfür ist nicht nur eine Fülle von Informationen notwendig, sondern auch der Zugang zu den marktrelevanten Daten und Anbietern, welche ein für die individuelle Situation des Kreditnehmers bestmögliches Angebot erstellen können. Ein einzelner Kreditnehmer kann dies kaum leisten und ist daher gut beraten, entsprechende Makler einzuschalten.

Unterschiede und Marktentwicklung

Üblicherweise werden Forward-Darlehen mit einem Zinsaufschlag von 0,01 bis 0,03 Prozent je Monat der Vorausfixierung angeboten. Doch können Unterschiede nicht nur von Seiten der Kreditinstitute, sondern auch von der Entwicklung der Markterwartung und der individuellen Vertragsgestaltung abhängen. Wegen der moderaten Darlehenssumme und Laufzeit kann dies mitunter drastisch zu Buche schlagen. So gibt es aktuell beispielsweise Angebote, die für eine Vorlaufzeit bis zu 60 Monaten gar keine Aufschläge für die Fixierung auf den Marktzins verlangen. Der Grund liegt in der derzeitigen inversen Zinsstruktur: So kann eine neue Immobilienfinanzierung aktuell langfristig günstiger finanziert werden als mit einer kurzfristigen Bindung. Der bisher übliche „Sicherheits-Aufschlag“ für die langfristige Finanzierung entfällt. Dieses bilden die Angebotskonditionen für Forward-Darlehen entsprechend ab. Insgesamt geht die Rechnung für eine so frühzeitige Anschlussfinanzierung für den Kreditnehmer nur auf, wenn die Zinsen tatsächlich steigen. Verharren oder fallen sie gar, kann dies im ungünstigsten Falle sogar zu merklichen finanziellen Nachteilen führen. Mit einer Umschreibung auf den Anschlussfinanzierer fallen nicht nur z.B. Gebühren für die Grundschuldumschreibung an, sondern es besteht auch die Verpflichtung des Kreditnehmers, den zukünftigen Kredit in Anspruch zu nehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Forward-Vertrag zwar gekündigt werden, jedoch wird dann eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Wünscht der Kunde ein kurzfristig kündbares Forward-Darlehen ist der Zinsaufschlag höher, es sinkt aber auch das Risiko für den Darlehensnehmer. Es gilt, die persönliche Situation zu analysieren und die Angebote der Kreditinstitute mit den eigenen Einschätzungen abzugleichen.

Fazit

Eine Anschlussfinanzierung in Zinsniedrigphasen frühzeitig zu initiieren, ist – je nach Einschätzung der Marktentwicklung – sinnvoll. Da niemand mit Sicherheit sagen kann, wie sich die Zinsen zukünftig entwickeln werden, sollten nach der individuellen Analyse entsprechende Angebote eingeholt und verglichen werden. Wer die Anschlussfinanzierung nicht zum Glücksspiel machen möchte, kann sich so eingehend über die zukünftig zu leistenden Raten und Gesamtkosten informieren und entscheiden, ob das Angebot für ihn sinnvoll und tragfähig ist. Helfen kann hier der Fachmann: Renommierte Makler finden Bauherren und Immobilienkäufer auf Immokredit24.com – dem Portal für Baufinanzierung und Kredite. Diese können nicht nur die Angebotsvergleiche anschaulich darstellen, sondern auch gleich eine Empfehlung anhand der persönlichen Situation abgeben.

Weitere Informationen:
» Anschlussfinanzierung – umfangreicher Ratgeber und Anschlussfinanzierung Vergleich
» Forward-Darlehen – Baufinanzierung Konditionen sichern

Immobilienbarometer: Sparzwang nach Immobilienkauf? Jeder dritte Käufer rechnet mit Konsumverzicht

Freitag, 10. September 2010

Berlin/München, 08.09.2010. Vermeintlich kostspieliges Eigenheim: Jeder dritte Immobilienkäufer in Deutschland rechnet damit, nach dem Immobilienkauf finanziell kürzer treten zu müssen. Um das Haus oder die Wohnung finanzieren zu können, soll vor allem bei Auto und Urlaub gespart werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24. Dabei wurden im August über 2.700 Interessenten von Kaufimmobilien in Deutschland befragt.

Interessant dabei ist: Je älter die befragten Immobilienkäufer sind, umso weniger ist der befürchtete Sparzwang ausgeprägt. So beträgt der Anteil der unter 40-Jährigen, die aufgrund des Immobilienkaufs zukünftig weniger konsumieren werden, rund 40 Prozent. Bei den über 60-Jährigen glaubt hingegen nur noch jeder Fünfte, dass die Immobilienfinanzierung zu finanziellen Einschränkungen führen wird.

Wenn schließlich gespart werden müsste, dann an den größten Kostenverursachern. Jeder zweite Immobilienkäufer, der seinen Konsum einschränkt, verzichtet auf die Anschaffung eines neuen PKWs im Zuge des Immobilienkaufs. Fast ebenso viele Käufer gaben an, zukünftig weniger Urlaubsreisen zu unternehmen. Beim eigenen Hobby möchte hingegen nur jeder zehnte vom Sparzwang betroffene Käufer sparen.

Hier will jeder dritte Immobilienkäufer zukünftig sparen (Top 5):

1. Kein neues Auto kaufen (50 Prozent)

2. Weniger Urlaubsreisen unternehmen (49 Prozent)

3. Weniger Ausgehen (42 Prozent)

4. Energie im Haushalt sparen (40 Prozent)

5. Weniger Luxusprodukte kaufen (33 Prozent)

“Immerhin erwarten knapp 60 Prozent der Käufer keinerlei finanzielle Einschränkungen durch den Immobilienerwerb – diese Einschätzung dürfte maßgeblich auf den momentan historisch niedrigen Zinskonditionen beruhen”, stellt Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG, fest. Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, fügt hinzu: “Die Befragung macht deutlich, dass eine eigene Immobilie mehr zum gefühlten Lebensstandard der Menschen beiträgt als ein Neuwagen oder häufige Urlaubsreisen.”