Baufinanzierung planen – sicher und kalkulierbar mit dem klassischen Annuitätendarlehen
Freitag, 14. Oktober 2011 11:06
(Berlin, 14.10.2011) Für die Planung einer Baufinanzierung sollte sich der angehende Darlehensnehmer grundlegend über Voraussetzungen, Unterschiede und Gestaltungsmöglichkeiten der am Markt angebotenen Finanzierungsangebote informieren. Der Erwerb von Basiswissen gehört ebenso dazu wie der konzertierte Vergleich der angefragten Angebote. Dies ist zunächst einfacher gesagt als getan. Die scheinbar unüberschaubare Zahl der Anbieter (z.B. Banken, Sparkassen oder Versicherungsgesellschaften) sowie eine Vielzahl an Finanzierungsvarianten erschweren einen objektiven Marktüberblick. Im Internet bereitgestellte Baufinanzierungsrechner berücksichtigen nicht die individuellen Merkmale und Möglichkeiten zur Optimierung (z.B. Förderungen). Besonderes Augenmerk sollte der Interessent auf die finanzielle Sicherheit und Planbarkeit legen. Schon zu oft sind Baufinanzierungen gescheitert, weil die finanziellen Belastungen nicht mehr getragen werden konnten. Die gängigste Finanzierungsform für private Baufinanzierungen ist nach wie vor das klassische Annuitätendarlehen – worauf sollte die Bauherrschaft hier achten?
Annuitätendarlehen bedeuten gute Planbarkeit durch homogene Ratenbelastungen
Da für die Finanzierung einer Immobilie in der Regel hohe Summen benötigt werden, ist die Erzielung von möglichst günstigen Konditionen sehr bedeutsam. Schon Unterschiede im Nachkommabereich z.B. bei den Zinsen können auf die Dauer der Laufzeit viele tausend Euro Mehrbelastung bedeuten. Zinsen und Tilgungsleistungen sollten zudem flexibel gestaltet werden können, um auf ggf. unvorhergesehene Ereignisse besser reagieren zu können. Bei einem Annuitätendarlehen steht der Zinssatz für die vereinbarte Zinsbindungsfrist (in der Regel zwischen 5 und 15 Jahren) fest. Die monatliche Belastung (Ratenzahlung) setzt sich aus jeweils veränderlichen Zins- und Tilgungsleistungen zusammen (dies sind die sog. Annuitäten), um eine gleichbleibende monatliche Belastung zu erreichen. Somit wird über viele Jahre hinweg eine gute finanzielle Planbarkeit und damit Sicherheit ermöglicht. Zudem können kostenfreie Sondertilgungen und ggf. ein flexibel anpassbarer Tilgungssatz vereinbart werden. Mit diesen „Hilfsmitteln“ kann der Darlehensnehmer auf besondere Situationen reagieren, z.B. eine Sonderzahlung durch den Arbeitgeber, eine Erbschaft oder auch – im gegenteiligen Falle – eine negative Veränderung des Gesamteinkommens.
Beispiel für den Ablauf einer Finanzierung mittels Annuitätendarlehen
Ausgehend von einer Darlehenssumme von 150.000 Euro zu einem Zinssatz von 3,4% bei 15 Jahren Zinsbindungsfrist und einem anfänglichen Tilgungssatz von 3%, ergibt sich folgender unverbindlicher Zahlungsplan:
Monatliche Annuität: 800,- Euro.
Restschuld nach 15 Jahren (Ende der Zinsbindungsfrist): 62.106,- Euro.
Diese Berechnung berücksichtigt keine Nebenkosten und Sondertilgungen.
Welche Nebenkosten können auftreten?
Bei einem Immobilienprojekt kommt es zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Nebenkosten. Um eine ganzheitliche und sichere finanzielle Planung zu erreichen, sollten diese – so weit wie möglich – entsprechend berücksichtigt werden. Hierzu zählen insbesondere die Kosten für Berater, Makler und Notare (Kosten für die Eintragung im Grundbuch etc.), Vermessungskosten sowie die steuerlichen Belastungen wie Grunderwerbssteuer und Grundsteuer. Daneben sind zu berücksichtigen: Laufende Kosten wie Strom, Wasser, Müllgebühren usw., Versicherungen (teils notwendig da vom Darlehensgeber vorgeschrieben) und natürlich die Lebenshaltungskosten. Bei der Finanzierung selbst können beispielsweise Bereitstellungszinsen oder Begutachtungs- und Wertschätzungsgebühren auftreten. In vielen Fällen werden Zwischenfinanzierungen notwendig, da die Mittel aus dem Annuitätendarlehen immer erst nach bestimmten Fertigstellungsabschnitten / Bauphasen bereitgestellt werden. Die Zinsen und Gebühren hierfür können ebenfalls merklich zu Buche schlagen. Zur besseren Planung sollten deshalb Eigenkapitalhöhe und Finanzierungsschritte sehr genau hinterfragt werden.
Was folgt nach dem Ende der Zinsbindungsfrist?
In den meisten Fällen müssen die Darlehensnehmer nach dem Ende der Zinsbindungsfrist eine Anschlussfinanzierung realisieren. Da nach dem Ende (siehe auch obiges Beispiel) der Zinsbindungsfrist noch eine Restschuld besteht, die oft nicht auf einen Schlag getilgt werden kann, wird die Bank ein Angebot zur Weiterführung unterbreiten. In eigenem Interesse sollte der Darlehensnehmer jedoch rechtzeitig vor dem Ende auch bei anderen Kreditinstituten nach entsprechenden Angeboten fragen und die Offerten vergleichen. „Rechtzeitig“ bedeutet konkret, dass bis zu 5 Jahre vor dem Ende der Zinsbindung nach entsprechenden Angeboten gesucht werden kann. So können beispielsweise in Zeiten niedriger Zinsen mittels sog. Forward-Darlehen aktuelle niedrige Zinssätze bis zu 5 Jahre im Voraus fixiert werden. Doch auch für die Weiterführung mittels eines neuerlichen regulären Annuitätendarlehens können die Angebote von dritten Kreditinstituten viel günstiger sein als das der bisherigen Bank.
Fazit
Die Baufinanzierung mit einem Annuitätendarlehen ist die noch immer am weitesten verbreitete Form der privaten Immobilienfinanzierung. Dies liegt begründet in der sicheren und relativ einfachen Planbarkeit der Belastungen. Achten sollte der Interessent auf Flexibilisierungsmöglichkeiten und die wirklich günstige Konditionierung des Vertrages. Auch die Einplanung der zu erwartenden Nebenkosten sollte so detailliert wie möglich erfolgen. Für viele Menschen ist es schwierig, sich mit den Termini und marktüblichen Angeboten vertraut zu machen, um so individuelle Optimierungen für die wirklich günstigste Finanzierung vorzunehmen. Empfehlenswert ist hier insbesondere eine unabhängige Finanzierungsberatung, z.B. im Internet bei Immokredit24.com.
Weitere Informationen
» Annuitätendarlehen – sicher und kalkulierbar finanzieren
» Baufinanzierung – Finanzierungsmodelle im Detail
(Berlin, 10.10.2011) Geschlossene Fonds sind mit mehr als 10 Mrd. Euro per anno Investitionsvolumen ein wichtiges Anlageinstrument in Deutschland. Insbesondere sind sie interessant für Anleger, die Ihr vorhandenes Depot im Sinne der Risikominimierung diversifizieren und damit weniger anfällig für Wertschwankungen machen möchten. Geschlossene Fonds sind eine vom Börsen- und Kapitalmarkt weitgehend unabhängige Anlageform und können daher gerade für Anleger, die bereits in Aktien und Anleihen investieren, eine attraktive Alternative sein. Grundsätzlich sollte jedoch nicht in geschlossene Fonds investiert werden, wenn kein entsprechendes Basiswissen vorhanden ist. Wo genau liegen die Vorteile eines Investments in geschlossene Fonds? Was muss beachtet werden? Wer sollte besser nicht in geschlossene Fonds investieren? Diese und andere wichtigen Fragen muss sich jeder Interessent stellen, bevor er ein entsprechendes Engagement eingeht. Nur so lassen sich später Nachteile oder negative Überraschungen vermeiden.
(Berlin, 26.09.2011) Beim Klassiker der Immobilienfinanzierung – dem Annuitätendarlehen – ist eine besonders hohe Planungssicherheit aufgrund der immer gleich bleibenden Raten aus Tilgung und Zinszahlungen gegeben. Die meisten Verträge beinhalten darüber hinaus die Möglichkeit, Sondertilgungen in begrenzter Höhe kostenfrei (also ohne Vorfälligkeitsentschädigungen) vorzunehmen. Diese Sondertilgungsoption sollte je nach persönlichen Verhältnissen genutzt werden, da hiermit erhebliche Zinseinsparungen und eine schnellere Entschuldung ermöglicht werden. In der Regel wird in den Verträgen eine maximale Summe an möglichen Sondertilgungen per anno angegeben, oftmals kann diese nach Verhandlung mit dem Kreditinstitut auch ohne oder mit sehr geringen Zinsaufschlägen erhöht werden. Das u.a. Beispiel soll verdeutlichen, wie sich die Nutzung der Sondertilgungsoption auf Restschuld und Zinsbelastung auswirken kann.
(Berlin, 20.09.2011) Nach großen Anlaufschwierigkeiten seit der Verkündung der staatlichen Zertifizierung und Förderung der privaten Altersvorsorge mit der sog. „Riester Rente“, ist diese mittlerweile zum Verkaufsschlager mutiert. Das ist nicht ohne Grund so: Die zertifizierten Verträge garantieren nicht nur zu 100% die Verrentung der eingezahlten Beträge, sondern sind durch staatliche Zulagen, steuerliche Absetzbarkeit und – je nach Anlageart – unterschiedliche Renditechancen finanziell sehr attraktiv. Der Interessent sollte sich aber vor der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter sorgfältig über Voraussetzungen und Möglichkeiten informieren, um so die bestmögliche individuelle Lösung zu finden.
(Berlin, 15.09.2011) Aktuell befinden sich die Bauzinsen noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau. Historisch betrachtet gab es nur sehr wenige Zeiträume mit derart niedrigen Zinssätzen. Experten gehen davon aus, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Eine Leitzinsanpassung im Sinne einer Zinserhöhung durch die europäische Zentralbank (EZB) soll erwartete inflationäre Einflüsse bremsen und so die Verbraucherpreise auf einem verträglichen Niveau halten. Finanzmarktpolitische Einflüsse bedingen oft schnelle Reaktionen der EZB, um das Abtriften in ein negatives wirtschaftliches Umfeld zu bremsen bzw. zu unterbinden. Für Kunden mit bestehender Immobilienfinanzierung empfiehlt es sich daher nach Ansicht von vielen Marktbeobachtern, genau zum jetzigen Zeitpunkt die Bedingungen und Konditionen für eine Anschlussfinanzierung zu prüfen. Nach Abwägung der Marktbedingungen herrscht allgemein der Konsens, dass in Bälde mit Zinserhöhungen in der Eurozone zu rechnen ist. Sehr wahrscheinlich kann also durch eine zügige Entscheidung eine nicht unbeträchtliche Summe an Zinsaufwendungen gespart werden.
(Berlin, 01.09.2011) Obwohl Beamtendarlehen eine sehr attraktive und flexible Finanzierungsform für verschiedene Verwendungsmöglichkeiten darstellen, sind aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen und Konditionen die Interessenten oft nicht ausreichend über die Gestaltungsmöglichkeiten informiert. So bieten sich für die Immobilienfinanzierung z.B. grundsätzlich die sog. Annuitätendarlehen an, bei denen eine Grundschuldeintragung als Sicherheit für das Kreditinstitut fungieren muss. Beamte haben jedoch die Möglichkeit, hierfür von einer ganz besonderen Finanzierungsmöglichkeit mittels des Beamtendarlehens zu profitieren. Bei der Darlehensform des Beamtenkredits handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen, welches mit einer Lebensversicherung (die dann als Tilgungsversicherung dient) kombiniert wird. Hierbei entfällt die Notwendigkeit einer Grundschuldeintragung, da die Bank die Lebensversicherung und die als besonders hoch eingeschätzte Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit als ausreichende Sicherheit für die Rückzahlungsfähigkeit akzeptiert.