Auslandsfinanzierung über die klassische Bank

Montag, 19. April 2010

Die Entwicklung der Immobilienpreise in vielen Ländern Europas führte zu einem enormen Preisverfall. Viele Objekte haben bis zu 30% ihres Wertes innerhalb von zwei bis drei Jahren eingebüßt. Die meisten Experten sind der Meinung, dass der rasante Preisverfall nun beendet und die Talsohle definitiv durchschritten ist. Dieser Überlegung schließen sich immer mehr Menschen an – und nutzen die Gunst der Stunde, um Schnäppchen zu machen. Doch der Kauf einer Auslandsimmobilie ist nicht nur eine Kapitalanlage und Investition. Für die meisten hat eine Auslandsimmobilie auch ideelle Werte – den Lebensabend woanders zu genießen oder einfach nur die Liebe zum Ort. Der Kauf einer Auslandsimmobilie kann nur selten aus vorhandenen Eigenmitteln erfolgen. In den meisten Fällen wird ein Immobilienkredit benötigt. Eine Baufinanzierung ist an und für sich keine große Sache, doch bei einer Auslandsfinanzierung gestaltet sich die Lage nicht so einfach.
Für die klassischen Geschäftsbanken zählt eine Auslandsfinanzierung zu den Sonderfinanzierungen. Hier sind die Erfahrungen der klassischen Filialbanken nicht allzu groß. Im Regelfall beleihen sie keine Auslandsimmobilien, da sie den deren Wert nicht schätzen können. Eine Auslandsimmobilie zu finanzieren, und zwar über die klassische Bank, funktioniert in den meisten Fällen nur mit einwandfreien Einkommensverhältnissen und Sicherheiten, die im Inland zur Verfügung gestellt werden können. Eine Hypothek auf einer Immobilie in Deutschland kann beispielsweise durchaus als Sicherheit für eine Auslandsimmobilie Finanzierung verwendet werden. Bei kleineren Darlehensbeträgen kann die Bank bei sehr guter Bonität sogar auf die Sicherheiten verzichten, und die Auslandsfinanzierung blanko (ohne bewertbare Sicherheiten) genehmigen. Bei einer Besicherung durch inländische Immobilien können Darlehenskonditionen ausgehandelt werden, die sich an den Konditionen für inländische Baufinanzierungen orientieren.

Auslandsimmobilien finanzieren: Jetzt auch mit Wohn-Riester möglich

Donnerstag, 04. März 2010

Auslandsimmobilien finanzierenImmer mehr Bundesbürger setzen auf Immobilien als Altersvorsorge bzw. als inflationssichere und solide Kapitalanlage. Dabei stehen zunehmend auch Auslandsimmobilien im Fokus der Verbraucher. Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs im vorigen Jahr können Riester-Sparer nun mit dem Wohn-Riester Programm auch Auslandsimmobilien finanzieren.

Wohn-Riester gilt auch für Auslandsimmobilien innerhalb der EU

Bis vor kurzer Zeit galt das Wohn-Riester Programm lediglich für selbstgenutzte Immobilien innerhalb Deutschlands. Nun hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Förderung landesbegrenzter Immobilien gegen das geltende EU-Recht verstößt. Deshalb wurde nun in Folge des Urteils ein neues Gesetz konzipiert, sodass die Riester-Förderung auch für Immobilien im europäischen Raum in Anspruch genommen werden kann. Die neuen Regelungen gelten bereits für Immobilien in EU-Ländern, sowie in Norwegen, Liechtenstein und Island. Die Förderung kann allerdings nur dann beantragt werden, wenn der Lebensmittelpunkt bzw. der Hauptwohnsitz sich im entsprechenden Land befindet. Ferienhäuser, die lediglich als Urlaubsdomizil gelten, sind mit Riester nicht kompatibel.

Finanzierung gründlich und frühzeitig planen

Doch auch abgesehen von der Riester-Förderung sollte das facettenreiche Thema Auslandsimmobilie sorgfältig und umfassend betrachtet werden. Neben der Auswahl des passenden Objekts sollte vor allem die Finanzierung der Auslandsimmobilie mit Bedacht ausgesucht werden. Generell ist es empfehlenswert, die Finanzierung der Auslandsimmobilie über eine deutsche Bank abzuwickeln. Dann fallen Sprachbarrieren weg, die möglicherweise zu späteren bösen Überraschungen führen können. Darüber hinaus kann eine Finanzierung vor Ort möglicherweise auch nicht bedachte Schwierigkeiten oder deutliche Verteuerungen nach sich ziehen. Die meisten Banken, die hierzulande eine Auslandsimmobilie finanzieren, verlangen häufig einen hohen Einsatz von Eigenkapital bzw. hohe Sicherheitsleistungen. Da nicht jeder Käufer so einfach einen Kredit für einen Auslandsfinanzierung erhält, sollte die Finanzierungsanfrage auf alle Fälle vor dem Kauf sichergestellt werden.

Sprachschwierigkeiten?

Sollte die Finanzierung der Auslandsimmobilie doch bei einer Bank vor Ort im betreffenden Land abgeschlossen werden, so sollte unbedingt ein unabhängiger Dolmetscher mit ins Boot geholt werden, der die Verhandlungsgespräche führt und übersetzt. Ein Kreditvertrag sollte – ebenso wie der Kaufvertrag der Immobilie – stets in zweisprachiger Ausführung verlangt werden.

Auf Kleinigkeiten kommt es oftmals an

Es lohnt sich nicht, am falschen Ende zu sparen. Gerade bei Auslandsimmobilien kommt es auf kleine Details an, die schlussendlich über den Erfolg oder Misserfolg der Kapitalanlage entscheiden. Möglicherweise wird dazu auch die Heranziehung eines Spezialisten erforderlich, wie etwa eines Notars, Rechtsanwalts oder Steuerberaters. Sie können hinsichtlich der Kaufentscheidung die endgültige Sicherheit vermitteln.

Weitere Informationen zur Finanzierung von Auslandsimmobilien:

» Auslandsfinanzierung
» Auslandsimmobilien finanzieren – Anbieter und Länder
» Wohn-Riester