Baufinanzierung: Zinstief auch für Modernisierungen nutzen

Dienstag, 27. April 2010

(München, 27. April 2010) Das freut weder Mieter noch Eigenheimbesitzer: Laut aktuellem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes ist die so genannte zweite Miete deutlich gestiegen – bei Heizöl und Warmwasser sind Verteuerungen von bis zu 30 Prozent zu verzeichnen. “Angesichts stetig steigender Energieausgaben sollten gerade Eigentümer älterer Immobilien die Energiebilanz ihres Wohneigentums überprüfen und energetische Modernisierungen in Erwägung ziehen, um langfristig zu sparen”, erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und fügt an: “Schließlich ist der Zeitpunkt ideal: Selten konnten diese Maßnahmen so günstig finanziert werden wie momentan.”

Ob durch eine bessere Dämmung oder eine neue Heizungsanlage oder durch den Einsatz moderner Baumaterialien – die Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken, sind heute vielfältig. Die dadurch entstehenden Kosten können sich angesichts der gestiegenen Energiepreise binnen weniger Jahre amortisieren. “Zumal die Darlehensnehmer auch bei Modernisierungsmaßnahmen vom derzeitigen Zinstief profitieren”, meint Zinsexperte Haselsteiner. Wer über eine lastenfreie Immobilie verfügt, erhält ein 50.000-Darlehen für 5jährige Baudarlehen ab 2,95 Prozent, bei 10jährigen Baufinanzierungen ab 3,69 Prozent effektiv.

Häufig kann auch die Einbindung eines zinsgünstigen Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Konditionen senken: Je nach Modernisierungsart, damit verbundener Energieeinsparung sowie Zinsbindung und Laufzeit variieren die Zinssätze zwischen 1,41 bis 4,01 Prozent. Für alle Immobilienbesitzer, die ihr Eigenheim energieeffizient umbauen möchten, kommen die Programme “Energieeffizient Sanieren” und “Wohnraum Modernisieren” in Frage. Die KfW vergibt diese Förder-Darlehen mit Grundschuldeintragung nicht direkt, sondern nur über durchleitende Finanzinstitute wie z.B. Interhyp. “Zwar ist der Erhalt der Darlehen an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft, aber unabhängige Finanzierungsexperten wissen, ob bzw. welche KfW-Programme und Kombinationen sich eignen und stellen so ein optimales Finanzierungskonzept zusammen”, erklärt Haselsteiner.

Frühjahrsputz – auch bei der Anschlussfinanzierung

Donnerstag, 25. März 2010

(München, 25. März 2010) Ob Kleiderschrank ausräumen, Fenster putzen oder Gefriertruhe abtauen – das Winterende ist für viele Immobilienbesitzer ein guter Anlass, um Haus und Garten auf Vordermann zu bringen. “Die positive Frühjahrsenergie sollten Haus- und Wohnungsbesitzer auch nutzen, um einen prüfenden Blick auf die bestehende Baufinanzierung zu werfen“, meint Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG und erklärt: “Mit einem kurzen Check der Finanzierungsbedingungen können Eigenheimbesitzer ihre Anschlussfinanzierung rechtzeitig und gezielt angehen – und so viel Geld sparen.” Die wichtigsten drei Finanzcheck-Fragen für Immobilienbesitzer haben die Interhyp-Experten zusammengestellt.

1. Wann endet die Zinsbindung meines Darlehens?

“Selbst wenn die Zinsbindung des bestehenden Darlehens erst Mitte 2011 endet, haben Eigenheimbesitzer gute Chancen, ihren Kredit zu den heutigen Top-Konditionen zu verlängern. Denn viele Banken bieten Baufinanzierungen an, die erst in 15 Monaten wirksam werden, ohne dass die sonst üblichen Zinsen für die Bereitstellung der Darlehenssumme zu zahlen sind”, weiß Haselsteiner. Von dem günstigen Zinsniveau profitieren aber auch Kreditnehmer, deren Zinsbindung erst im April 2016 ausläuft. Gegen Zahlung eines geringen Zinsaufschlags kann der jetzige Zinssatz über ein Forward-Darlehen bis zu 60 Monate im Voraus festgeschrieben werden. Mit Bestsätzen von 4,00 Prozent für 15jährige Baudarlehen und 4,19 Prozent effektiv für 20jährige Immobilienkredite sind besonders langfristige Baugeldzinsen so günstig wie selten zuvor. “Hausbesitzer sollten sich jetzt das aktuell sehr niedrige Zinsniveau sichern, um absolute Kalkulationssicherheit zu erlangen”, empfiehlt Haselsteiner.

2. Wie hoch ist meine Tilgungsrate?

“Wer vor Jahren einen Baukredit mit 1 Prozent Anfangstilgung aufgenommen hat, sollte bei der Anschlussfinanzierung mindestens 2 Prozent wählen”, meint Haselsteiner. Grund: Bei einem Annuitätendarlehen steigt der Tilgungsanteil monatlich an. So hat sich eine anfängliche Tilgungshöhe von 1 Prozent nach zehn Jahren automatisch auf rund 2,06 Prozent erhöht. Interhyp rät im derzeitigen Zinstief die Höhe der bisherigen Monatsrate auf jeden Fall beizubehalten. “So wird die Zinsersparnis direkt in eine erhöhte Tilgung – und damit schnellere Schuldenfreiheit – investiert”, so Haselsteiner.

3. Wie hat sich meine Einkommenssituation verändert?

Lebensumstände ändern sich, erst recht über einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren. Gerade wenn der Darlehensabschluss lange zurückliegt, sollte man vergleichen, wie viel Einkommen damals zur Verfügung stand und wie hoch die Einkünfte heute sind. Sind z.B. Belastungen wie Ratenkredite unterdessen weggefallen oder hat sich das Gehalt erhöht, ist es sinnvoll, die Tilgungsrate an die veränderte Einkommenssituation anzupassen. Ein Beispiel: Liegt die Restschuld bei 87.000 Euro und die Tilgungsrate inzwischen bei 2,06 Prozent, wird das Darlehen noch 28 Jahre und 5 Monate laufen, bis es vollständig abbezahlt ist. Kann der Kreditnehmer aber heute monatlich 150 Euro mehr in seine Tilgung investieren, wird er bereits 11 Jahre früher, also in 17 Jahren und 7 Monaten, schuldenfrei sein.