Bausparen – aber richtig! Wo liegen die Unterschiede und auf was sollte zwingend geachtet werden?

Mittwoch, 03. November 2010

Bausparen(Berlin, 03.11.2010) Bausparangebote gibt es inzwischen wie Sand am Meer: Nicht weniger als 100 Tarife gibt es von diversen Anbietern. Der Interessent sollte sich sein Ziel klar vor Augen halten: Soll am Ende ein günstiges Darlehen für ein reales Bauvorhaben in Anspruch genommen werden oder ist das Hauptziel eher im Bereich Sparen (also der Erzielung von möglichst hohen Zinserträgen) angesiedelt?

Bausparen erfordert vorherige Information über Varianten und Möglichkeiten staatlicher Förderung

Wer einen Bausparvertrag abschließen möchte, muss sich vorab über die verschiedenen Tarife und Gestaltungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Anbieter informieren. Prinzipiell ist es immer ein Sparvertrag mit einer Bausparkasse. Dabei ist der Zweck per Definition grundsätzlich die Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Maßnahmen unter Ausnutzung staatlicher Förderung. So können VL (Vermögenswirksame Leistungen) zur Gewährung der Arbeitnehmersparzulage sowie Wohnungsbauprämien beantragt werden. Generell sind diese Förderungen abhängig von Einkommenshöchstgrenzen des Arbeitnehmers und können im Falle der Arbeitnehmersparzulage bis zu 9% von max. 470 Euro jährlich und im Falle der Wohnungsbauprämie 8,8% von max. 512 Euro (bzw. bei Ehegatten 1024 Euro) betragen. Ob nun mit oder ohne staatliche Förderung: Bausparen kann immer interessant sein! Dabei sollte der Sparer sich möglichst von vorn herein über sein Ziel im Klaren sein: Soll nach Ablauf der Ansparphase (plus ggf. Sperrphase) Wohnungseigentum erworben und mit einem vergünstigten Darlehensvertrag finanziert werden oder dient der Sparvertrag der Erzielung von Kapitalzuwächsen und soll nach der Ansparphase ausgezahlt werden? Für beide Varianten gibt es unterschiedliche Angebote der entsprechenden Bausparkassen, die verglichen werden sollten.

Bausparsumme, Mindestsparzeit, Bewertungszahl und Co. – Kennzeichen des geeigneten Bausparvertrages

Bei jedem neuen Bausparvertrag muss eine Bausparsumme festgelegt werden. Dies ist die Summe, die nach dem Ende der Ansparphase zu einem vorab vertraglich festgelegten Zinssatz als Bauspardarlehen gewährt wird. Je nach Höhe wird eine Abschlussgebühr von 1 bis 1,6% dieser Summe fällig. Die Mindestsparzeit wird im Vertrag definiert und umfasst einen Zeitraum von 12 bis 80 Monaten. Während dieser Sparphase werden regelmäßige (meist monatliche) Einzahlungen (die Sparraten) auf das Bausparkonto eingezahlt. Anhand des Zinssatzes, der Sparrate und der Mindestsparzeit wird die sog. Bewertungszahl errechnet, die Auskunft über den Stand bis zur Zuteilungsreife des Vertrages gibt. Ist die notwendige Bewertungszahl erreicht, erfolgt die Zuteilung. Hier nun kann der Sparer entscheiden, ob er das Darlehen in Höhe der Differenz der Bausparsumme und des angesparten Guthabens in Anspruch nehmen möchte oder ob das Guthaben ausgezahlt werden soll. Das Bauspardarlehen ist prinzipiell ein Annuitätendarlehen mit vorher fixiertem Zins. Jedoch besteht kein rechtlicher Anspruch auf die Gewährung des Darlehens, die Bausparkasse prüft trotz des bestehenden Bausparvertrages Bonität und weitere Ausfallrisiken, meist ist das Darlehen auch über zusätzlich abzuschließende Risikolebensversicherungen abzusichern. Das angesparte Guthaben jedoch wird in jedem Fall ausgezahlt.

Fazit: Welcher Tarif ist der richtige für welche Zielsetzung?

Zunächst sollten die Anlageziele des Bausparvertrages genau definiert werden. Wird als Priorität die Erzielung eines möglichst hohen Guthabenzinses festgelegt, werden das Bauspardarlehen und der spätere Zinssatz dafür unwichtig. Hier sollte auf einen hohen Guthabenzinssatz sowie die Möglichkeit der Anpassung der Regelbesparung geachtet werden. Ist dagegen in erster Linie das spätere Darlehen interessant, sollten beim Vertrag diejenigen Tarife gewählt werden, die besonders günstige Darlehenszinsen beinhalten. Grundsätzlich gibt es auch die Möglichkeit, einen Bausparvertrag nicht mit regelmäßigen Sparbeiträgen zu besparen, sondern die notwendige Zahlung auch als sofortige Einmalzahlung vorzunehmen.

Weitere Informationen:

» Bausparen
» VL-Bausparvertrag

Bausparen – günstige Zinsen für die Zukunft sichern

Dienstag, 09. Februar 2010

(Berlin, 09.02.2010) Die aktuellen Bauzinsen sind so niedrig wie schon seit Jahren nicht mehr. Wer vorhat, sich in den nächsten Jahren ein Eigenheim zuzulegen, kann sich heute schon die günstigen Konditionen mit Hilfe eines Bausparvertrages sichern.

Das derzeitige Zinsniveau bietet Immobilienkäufern gute Chancen, um einen günstigen Kredit zur Baufinanzierung zu erhalten. Wer bereits vor Jahren einen Bausparvertrag geschlossen hat und diesen nun in die Finanzierung einbringen möchte, macht jedoch ein weniger gutes Geschäft: Die Zinsen, die in Bausparverträgen von vor sechs bis acht Jahren festgehalten wurden, betragen durchschnittlich rund 4,75 %. Dahingegen kostet eine Baufinanzierung über die Bank aktuell nur etwa 4,20 % im Schnitt. Hinzu kommt, dass Sparer, die sich seinerzeit für einen Bausparvertrag entschieden haben, während der jahrelangen Ansparphase auf eine gute Verzinsung ihres Kapitals verzichtet haben.

Zinsanstieg erwartet: Mit Bausparen dem Zinsänderungsrisiko entgegenwirken

Doch Experten prognostizieren für die Zukunft einen nachhaltigen Zinsanstieg. Kredite zur Baufinanzierung könnten demzufolge schon bald deutlich teurer werden. Für all diejenigen, die ihrer Finanzierung berechenbare Kosten zugrunde legen möchten, ist Bausparen daher eine gute Wahl. Der Abschluss eines Bausparvertrages ist auf dem derzeitigen Zinsniveau günstig – und garantiert einen guten Schnitt im Laufe der nächsten Jahre. Der Anleger erhält eine Zinsgarantie, die die finanzielle Belastung des späteren Immobilienkredits kalkulierbar macht.

Bausparen – viele Vorteile

Während der Ansparphase können Bausparer frei entscheiden, ob sie ihre Sparraten gegebenenfalls erhöhen oder auch reduzieren möchten. Darüber hinaus gewährt der Staat eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 90 Euro pro Jahr für alle Sparer, die (verheiratet) weniger als 51.200 Euro Jahreseinkommen generieren. Wird der Bausparkredit in Anspruch genommen, so lässt er sich jederzeit ganz oder auch teilweise zurückführen. Anders als bei klassischen Bankdarlehen wird bei Bauspardarlehen keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, wenn der Immobilienkredit bereits vor Ablauf der Zinsbindungsfrist zurückbezahlt wird.

Kindergeld effektiv einsetzen – Bausparen lohnt sich auch für Kinder

Nicht nur für die eigenen Wohn(t)räume ist ein Bausparvertrag eine interessante Möglichkeit. Auch zur sicheren und langfristigen Vermögensbildung für Kinder eignet sich das Bausparen hervorragend. Eltern können beispielsweise regelmäßig einen Teil des Kindergeldes in den Bausparvertrag einfließen lassen, und damit beispielsweise die spätere Ausbildung ihres Kindes, das Studium, die erste Wohnungseinrichtung oder andere Wünsche finanzieren. Zudem können auch Kinder nach Erreichen der Volljährigkeit ein zinsgünstiges Bauspardarlehen in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen
» Bausparen – günstige Zinsen für die Zukunft sichern
» Kindergeld im Bausparvertrag