Hauskauf nicht überstürzen – Zinsen für die Baufinanzierung bleiben auch weiterhin konstant

Dienstag, 01. November 2011

Günstige Baufinanzierung Zinsen(Berlin, 01.11.2011) Angehende Hauskäufer und Bauherren sollten derzeit in aller Ruhe prüfen, ob das angestrebte Immobilieneigentum optimal konzipiert ist und auf sicherer finanzieller Planung beruht. Aktuell befinden sich die Zinsmärkte aufgrund der Eurokrise in einer Phase, in der nach Expertenmeinung keine Verschlechterung für die Finanzierungskosten von Immobilienfinanzierungen zu erwarten ist. Somit hat damit der geplante Erwerb oder das Bauvorhaben von dieser Seite keinen Termindruck, was die Interessenten für eine ganzheitliche Überprüfung ihres Vorhabens nutzen sollten. Wurde wirklich genug Eigenkapital angespart? Wurden alle Möglichkeiten hinsichtlich Optimierung und Flexibilisierung geprüft und ggf. umgesetzt? Derzeit bieten sich einige Möglichkeiten am Finanzmarkt, um die eigene Immobilie noch günstiger und mit weniger Risiko anzuschaffen.

Die derzeitige Zinssituation

Die gehebelten EU-Bürgschaften für das historische Finanzdesaster in Griechenland haben einen folgenschweren Einfluss auf die europäischen Finanzmärkte. Noch zu Jahresanfang 2011 konnte niemand mit derartig heftigen Einwirkungen auf die bis dahin getroffenen Stabilitätsmaßnahmen rechnen. Leitzinsanhebungen durch die EZB im April und Juni 2011 auf nun aktuell 1,50% würden im Normalfall auf die Bauzinsen nachgelagerte Wirkung zeigen – doch die zunehmende Angst der Anleger schürte eine stark zunehmende Investitionsbereitschaft in Anleihen und Immobilien im Lande des größten Kreditgaranten der EU: Deutschland. Der zunehmende Wettbewerbsdruck unter Banken und Versicherungen sowie die weiterhin billig zu habenden Gelder für deutsche Garanten ermöglichten bereits im abgelaufenen 3. Quartal Bauzinskonditionen, die so niedrig sind, dass es kaum historische Vergleiche gibt. Kurzfristige Baudarlehen sind derzeit für unter 3% zu haben. Die Gesamtsituation bedingt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung derzeit geringer ist als für eine Senkung. Die wirtschaftliche Entwicklung steht mehr denn je unter Beobachtung durch die Argusaugen der Währungshüter, die bei Notwendigkeit entsprechend handeln werden. Für den Häuslebauer oder Immobilienerwerber ergibt sich somit eine sehr vorteilhafte Situation.

Minimierung der Kapitalkosten sollte an erster Stelle stehen

Der Zeitpunkt für den Beginn einer Immobilienfinanzierung ist ideal, da der Zinssatz für adäquate Darlehen je nach Laufzeit und Beleihung zwischen etwa 3 und 4 Prozent liegt. Doch dem Finanzierungswilligen bleibt genügend Zeit, das angedachte Konzept zu überdenken und ggf. zu optimieren. Da eine Verteuerung von Immobiliendarlehen in nächster Zukunft nicht zu erwarten ist, sollte neben den zu erwartenden Belastungen vor allem geprüft werden, ob nicht noch mehr Eigenkapital gesammelt werden kann, um so die Zusatzbelastung durch Zinszahlungen noch weiter zu verringern. Ferner bieten sich langfristige Zinsbindungsfristen an, wenn die Finanzierung dann wirklich abgeschlossen wird.

Finanzierung über Bausparvertrag

Kann nicht genügend Eigenkapital aufgebracht werden, aber die Traumimmobilie soll trotzdem erworben werden, gibt es nach wie vor die Möglichkeit zur Finanzierung über einen Bausparvertrag. Neben der klassischen Form (mit langjähriger Wartezeit bis zur Zuteilungsreife) kann der Interessent ein Bausparsofortdarlehen abschließen. Hier wird eine Darlehenssumme sofort an den Darlehensnehmer ausgezahlt, um den Immobilienwunsch zu verwirklichen. Die Zinsen für das beteiligte Vorausdarlehen müssen im Anschluss regelmäßig geleistet werden und zusätzlich fällt ein Sparbeitrag für den kombinierten Bausparvertrag an, mit dem schlussendlich das Vorausdarlehen getilgt wird. Nach Bedienung dieses Vorausdarlehens bleibt die Abzahlung des beanspruchten Bauspardarlehens übrig. Obwohl hier der Immobilienwunsch sofort realisiert werden kann, hat diese Form der Finanzierung große Nachteile. So stehen eine deutlich erhöhte Zinsbelastung (da keine Grundschuldbesicherung sowie in den ersten Jahren keinerlei Tilgung erfolgt), eine niedrige Guthabenverzinsung des Ansparteils und die Bindung an die Bausparkasse im Raum. Die Konstruktion eines Bausparsofortdarlehens erfordert also insgesamt sehr viel mehr Kapitalaufwand für den Kreditnehmer als die klassische Finanzierung mittels Annuitätendarlehen.

Fazit

Die derzeitige Situation am Zinsmarkt ermöglicht dem Immobilieninteressenten eine gründliche und ausführliche Analyse des geplanten Finanzierungskonzeptes. Ist die Ansammlung von weiterem Eigenkapital in naher Zukunft möglich, sollte der Finanzierungsbeginn nicht überstürzt werden. Es sind aufgrund der derzeitigen Situation in Europa keine Verteuerungen für Immobilienfinanzierungen zu erwarten. Das klassische Annuitätendarlehen stellt auch in der nächsten Zeit die günstigste und sehr gut planbare Finanzierungsform dar, insbesondere wenn weiteres Eigenkapital eingebracht werden kann. Weitere Informationen zu den möglichen Finanzierungsformen und zur derzeitigen Zinssituation können z.B. im Internet unter www.immokredit24.com abgerufen werden.

Weitere Informationen

» Günstige Baufinanzierung zu attraktiven Zinsen – Unabhängiger Zinsvergleich
» Ratgeber Hauskauf – Möglichkeiten und Chancen

Immobilienkauf: Anleger achten auf Zinsen, Selbstnutzer hören auf ihr Bauchgefühl

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Berlin/München, 13. Oktober 2011 – Nahezu jeder Immobilieninteressent ist überzeugt, dass es einen idealen Kaufzeitpunkt gibt. Für die meisten Kapitalanleger ist er dann erreicht, wenn die äußeren Konditionen stimmen. Wer hingegen das Objekt selbst beziehen möchte, agiert oft emotionaler. Das zeigt das aktuelle “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24, für das über 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.

Es gibt ihn, den perfekten Moment für den Erwerb einer Immobilie – darüber herrscht Einigkeit unter der Mehrheit der Interessenten (89 Prozent). In der Regel ist dieser Zeitpunkt durch ein Zusammenspiel dreier Hauptfaktoren bestimmt. Erstens, die Konditionen müssen stimmen, sprich Zinssätze und Kaufpreis sind möglichst niedrig. Zweitens muss die ideale Immobilie gefunden sein und drittens muss der Käufer genug Geld verdienen, um sich das Objekt auch leisten zu können. Allerdings unterscheidet sich die Gewichtung dieser Einflussfaktoren je nach Nutzungsart der Immobilie.

Bei den strikten Kapitalanlegern geben meist finanzielle Aspekte den Startschuss zum Kauf. Die äußeren Kaufbedingungen sind der wichtigste Indikator (43 Prozent) für den perfekten Zeitpunkt. Jeder vierte Anleger (24 Prozent) investiert in Betongold, sobald er genug verdient. Ob das Haus oder die Wohnung den eigenen Wunschvorstellungen entspricht, interessiert die Investoren dabei weniger (15 Prozent).

Diejenigen, die eine Immobilie selbst nutzen wollen, lassen sich hingegen öfter vom Bauchgefühl leiten: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) schlägt zu, sobald er seine Traumimmobilie gefunden hat. Die rationalen Motive spielen im Vergleich mit den Kapitalanlegern eine eher geringere Rolle. Nur 28 Prozent der Privatnutzer achten auf die Kaufkonditionen. Zudem wichtig für die Eigenheimsuchenden ist, dass das Einkommen ausreicht (22 Prozent), um einen Kauf zu tätigen.

“Da bei Eigennutzern nicht nur Kaufpreis und Zinskondition stimmen, sondern die Immobilie auch den individuellen Wunschvorstellungen entsprechen muss, dauert der Suchprozess bei dieser Käufergruppe meist länger als bei Kapitalanlegern”, kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: “Um Zeit zu sparen, raten wir sich erst mit der Finanzierung zu beschäftigen und dann auf Objektsuche zu gehen – denn wer ein Finanzierungskonzept in der Tasche hat, weiß genau, was er sich leisten kann und verschafft sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Interessenten.”